Wilde Trails im Naturschutzgebiet Roßfeld

Roßfeld

 

 

 

 

 

 

Biking boomt! In Pandemiezeiten haben die Menschen das Fahrrad neu entdeckt. Dabei ist das Fahrrad weit mehr als nur einRoßfeld Transportmittel. Radeln oder Biking – wie es neuzeitlich genannt wird - wurde für die Freizeit neu entdeckt.

 

RoßfeldDer Genuss, die Freiheit in der Natur auf zwei Rädern zu genießen, kommt allerdings nicht überall gut an. Auf dem Roßfeld bei der Steinpyramide und beim Steinbruch finden sich seit einigen Wochen immer tiefere Fahrspuren, die die Grasnabe der geschützten Magerrasenfläche aufreißen. Diese wilden Trails, verursacht durch stetiges Auf- und Abfahren und gezieltes Bremsen, verleiten dann auch jugendliche Enduro- und Motorradfahrer dazu, die so entstandenen Wege ebenfalls zu befahren und die Spuren weiter auszuweiten. Regen schwemmt die ohnehin nur dünne Erdschicht ab.

 

Obendrein bleiben seltene Pflanzen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke, denn es werden zum Beispiel aufsprießende Küchenschellen und andere geschützteRoßfeld Pflanzen überfahren.

 

Die Oettinger Einwohner lieben das Roßfeld als ihr Naherholungsgebiet. Doch es ist noch mehr. Magerrasenflächen, wie sie auf dem Roßfeld zu finden sind, sind im Bestand stark bedroht. Da sie seltenen und gefährdeten Pflanzen und Tiere einen besonderen Lebensraum bieten, stehen sie unter Naturschutz.

 

 

 

 

 

Alle Flächen in der freien Natur dürfen gemäß des Bayerischen Naturschutzgesetzes unentgeltlich und von jedermann betreten Roßfeldwerden. Ein Wegegebot existiert hier nicht. Neben dem Wandern gehört auch das Radfahren zum Betretungsrecht in der freien Natur, allerdings nur auf dafür geeigneten Wegen.

 

Das heißt, der Weg und die angrenzende Vegetation dürfen durch das Radfahren NICHT beeinträchtigt werden! AutoMotorrad und Quadfahren auf dem Magerrasen ist untersagt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 Quelle im Roßfeld

 

ZigarettendoseDie Quelle bei Siegenhofen ist ein beliebter Treffpunkt. Davon zeugte vor kurzem noch ein Teppich ausKippendose Zigarettenstummeln. Ein beherzter Naturschützer hat die Kippen aufgesammelt und eine verschließbare Dose zum Sammeln der Stummeln bereitgestellt.

 

Die Stadt Oettingen und Bürgermeister Heydecker bedanken sich recht herzlich beim unbekannten Naturschützer/innen und  freuen sich über diese Eigeninitiative  und die tolle Idee mit der Kippendose. "Wir hoffen, dass dieses Engagement Schule macht und reichlich Nachahmer findet", so Bürgermeister Heydecker.  

 

 

 

 

Roßfeldquelle

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