Schlauchwaschkompaktanlage an FFW Oettingen offiziell übergeben

FFW Oettingen

v.l.n.r.: Reinhold Bittner, stellvertr. Landrat, Julian Preiß, Wolfgang Fackler, MdL, 1. Bürgermeisterin Petra Wagner, Daniel Härtle, 1. Kommandant, 2. Bürgermeisterin Gertrud Jaumann, Timo Gress, Max Heske, Thomas Foltin, 2. Kommandant

 

Nach einem Einsatz und der Rückkehr auf den Stützpunkt ist die Arbeit einer Feuerwehr noch lange nicht beendet – es stehen umfangreiche Nachbereitungen an. Neben einem Einsatzbericht muss auch die gesamte Ausstattung gereinigt und aufbereitet werden, um für den nächsten Ernstfall gerüstet zu sein. Dazu gehört auch die Pflege der Wasserschläuche.

Diese Pflege der Wasserschläuche wurde bis vor kurzem bei der Oettinger Feuerwehr noch per Hand getätigt. Das Team Technik, Timo Greß, Julian Preiß und Max Heske, kümmerten sich - ehrenamtlich und in ihrer Freizeit wohlgemerkt! - darum, dass die Schläuche eingeweicht, gereinigt, einer Druckprüfung unterzogen, getrocknet und aufgewickelt wurden. Das nahm pro Einsatz mehrere Abende in Anspruch. Dies gehört jetzt der Vergangenheit an. Im Feuerwehrgerätehaus Oettingen wurde eine neue Schlauchpflegekompaktanlage installiert, die nun mit einem Festakt eingeweiht werden konnte.

 

 „Rund 600 Wasserschläuche werden im Jahr für die umliegenden 14 Feuerwehren im Standort Oettingen gewaschen und geprüft“, informiert Kommandant Daniel Härtle in seiner Ansprache. Die alte Anlage habe im Jahr ca. 50.000 l Trinkwasser verbraucht. Die neue Kompaktanlage fange das Prüfwasser auf und verwende es beim nächsten Prüfgang wieder. Doch der ausschlaggebende Grund, eine neue Schlauchwaschanlage anzuschaffen, sei der Sicherheitsaspekt gewesen. Nur eine zeitgemäße Ausrüstung biete den Einsatzkräften ein Höchstmaß an Sicherheit für Leib und Leben.

 

„Als ich mir diese aufwändige und zudem noch gefährliche Tätigkeit der Schlauchwärter vor Ort angeschaut habe, war mir klar, dass die Investition für eine neue Schlauchwaschanlage in Höhe von 55.000 € gut angelegt ist“, so die Bürgermeisterin Wagner. Die Oettinger Wehr selbst beteiligt sich an den Anschaffungskosten mit einem Eigenanteil von 20.000 €,  der Freistaat Bayern mit Fördermitteln in Höhe von 20.000 €.

 

Wolfgang Fackler, MdL, bedankte sich in seinem Grußwort bei allen Ehrenamtlichen. Insbesondere dankte er den Feuerwehrleuten für ihr Engagement, bei dem sie ihre Freizeit opfern und Gesundheitsrisiken in Kauf nehmen. Der Freistaat Bayern werde sich weiterhin für das Ehrenamt einsetzen und mit Förderungen unterstützen.   

 

SchlauchwaschanlageIm Anschluss an den offiziellen Teil der Einweihungsfeier erläutert das Team Technik  den Gästen die neue Anlage. Ein Reinigungsvorgang startet zunächst mit dem Vorweichen der Schläuche, die im Brand- oder Übungseinsatz waren. Im nächsten Schritt werden sie unter Hochdruck in der Waschstraße, die die Schläuche automatisch einzieht, gereinigt. Während der anschließenden Druckprüfung wird der Schlauch mit Wasser gefüllt und einem hohen Druck ausgesetzt, um mögliche Beschädigungen aufzuspüren. Defekte Schläuche werden zur Reparatur entnommen und anschließend einer zweiten Druckprüfung unterzogen. Im letzten Schritt wird der Schlauch getrocknet, aufgewickelt und eingelagert. Die gesamte Pflegetätigkeit kann mit der neuen Schlauchpflegeanlage automatisch im Ein-Mann-Betrieb bei geringem Wasserverbrauch und hohem Pflegestandard durchgeführt werden. Ein Schlauchverwaltungsprogramm und ein Barcodescanner sorgen dafür, dass jeder Schlauch in Sekunden erfasst und zugeordnet werden kann. Durch die neue Software lassen sich so Informationen beispielsweise über das Baujahr, die Anschaffungskosten, Reparaturen oder Prüfungen abrufen. Hierdurch wird auch die Organisation der Reinigung von Fremdschläuchen vereinfacht.

drucken nach oben