Oettinger Störche 2018

Storch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schlussbericht zum Storchenjahr 2018 von Heidi Källner:

 

2018 – das Jahr der Störche im Nördlinger Ries
67 Jungstörche im Jahr 2018 – zum Vergleich: 41 im Jahr 2016 – 52 im Jahr 2017
„Heimkehrer“? Nein, das sind sie nicht die Nördlinger Glücksbringer. Seit vielen Jahren überwintert das altbekannte Storchenpaar in und um Nördlingen. Die Kälte haben die beiden Großvögel gut überstanden, die körpereigne Heizung funktionierte wieder bestens, an Futter fehlte es ihnen auch nicht.
Den Tag verbrachte das Paar hauptsächlich auf den Wiesen am Goldbach und auch am Mühlenweg, um dann bei Einbruch der Dämmerung wieder heimzukehren zur Nachtruhe auf dem Brot – und Tanzhaus am Marktplatz in Nördlingen. Nicht viel bewegen, wenig Energie verbrauchen, das ist die Devise für die großen Schreitvögel in den kalten Wintertagen.

 

Alle Jahre am 19. März war das erste Ei auf dem Horst zu entdecken, das Wetter spielte dabei keine Rolle. Ja und so war es auch heuer im Jahr 2018, ihren „Legetermin“ im körpereigenen Kalender hat das Storchenpaar tatsächlich wieder pünktlich eingehalten.
Solange dann gebrütet wird – etwa 30 Tage – da bedeuten Schlechtwettertage keine große Störung. Obwohl, bei Sonnenschein und ein wenig Wärme, da fühlen sich die Eltern beim Brutgeschäft ganz bestimmt sehr viel wohler.

 

67 Jungstörche im Jahr 2018, zählt das stolze Ergebnis, der Bruterfolg im Jahr 2018 der Störche im Nördlinger Ries: 39 Jungst. in 14 Ortschaften + 28 Jungst. in Oettingen.

 

Am Anfang steht die Zwischenbilanz:
15 Ortschaften zählen nach der Beringung 73 Jungstörche aus 32 Nestern: Auhausen 3 Jst.– Holzkirchen 1 Jst. – Deiningen 3 Jst.– Nördlingen 3 Jst. – Pfäfflingen 2 Jst. - Löpsingen 4 Jst.– Möttingen 4 Jst.– Munningen 4 Jst.– Bühl 1 Jst.– Alerheim 4 Jst.– Rudelstetten 2 Jst.– Wörnitzostheim 2 Jst.– Wemding 3 Jst.– Harburg 3 Jst.- Oettingen 34 Jst. – sind zusammen 73 Jungstörche.

 

14 Ortschaften im Nördlinger Ries beherbergen je ein Storchenpaar. Oettingen, die 15. Ortschaft zählt alleine 18 Nester auf Strommasten, Kaminen und auch auf einem Baum . Summa summarum sind es 32 Nester mit 32 Hauptpaaren im Ries rund um Nördlingen.

 

60 Jungstörche sind beringt, 13 junge Glücksbringer werden wegen Unerreichbarkeit des Nestes ohne die Kennzeichnung – den Ring über der Ferse - ihre Reise im August in den Süden antreten.
Das Ergebnis der Schlupf: Meine Bilder zeigen deutlich, dass in einigen Nestern mehr Schlüpflinge saßen, manches Küken die erste und auch zweite Woche seines jungen Daseins nicht überlebt hat. Zum Beispiel in Nördlingen auf dem Tanzhaus: Geschlüpft sind 4 Küken, 3 haben überlebt. In Wemding auf dem Rathaus: Vier Küken sind geschlüpft, drei haben überlebt. Und auch in Oettingen im Nest Nr.1 auf dem Prinzessinnenbau: Nur eines der fünf Küken wuchs zum Jungstorch und wurde letztendlich beringt. Das gleiche gilt für das Grafenfeld, die Gartengasse, die Pfarrgasse Nr.14, Schloßstrasse Nr.2, am Klosterplatz u.s.w . . .

 

69 Jungstörche aus 32 Nestern, so die Bilanz wenige Wochen nach der Beringung:
Die drei Jungstörche am Schloßbuck in Oettingen lagen etwa zwei Wochen nach der Kennzeichnung tot im Nest. Ebenso fehlte nach zwei Wochen der Beringung der dritte Jungstorch auf dem Röttger Haus. Was mag geschehen sein? Wir werden es nie erfahren.

 

67 Jungstörche am 03. Aug.2018:
Ein Löpsinger Jungstorch - A1H01- stürzte in Oettingen bei der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz in einem Hinterhof in der Schloßstrasse tödlich ab. Das gleiche Schicksal ereilte einen der vier Jungstörche vom Nest auf dem Kamin der Apotheke in Oettingen. A1H24 verunglückte bei seinen ersten Flugversuchen in Nestnähe. Auch dieser Jugendliche hat es nicht überlebt.
Rückblende 2018 – Geschichten aus dem Tagebuch der Rieser Störche, sie erzählen von manchem Ereignis im Leben der einzelnen Storchenfamilien:
Sind Störche monogam? Nein, absolut nicht. Aber dem Nest sind sie treu, das muss man ihnen lassen. Da fliegen manchmal buchstäblich die Fetzen wenn das angestammte Nest schon von Frühheimkehrern besetzt oder der Partner sich eine neue Liebe angelacht hat. Nestkämpfe bleiben da nicht aus, enden manchmal tragisch.

 

Hier ein paar Beispiele, die aber zum Glück einigermaßen glimpflich ausgegangen sind:
Deiningen: Partnerwechsel - neu 2018, AU758 w. geschlüpft 2015 in Oettingen, ein „Kind“ aus dem Nest vom Hause Röttger in der Schloßstrasse. Der Partner männlich und unberingt, vermutlich der Brüter von 2017, seelenruhig beobachtet er den Streit der beiden Damen, um sich dann anschließend fröhlich mit der Siegerin, der Rieserin aus Oettingen ans Werk zu machen, der anstehenden Familienplanung. Neue Frau – neues Glück.

 

Wörnitzostheim: Hier das gleiche Spiel. Er - AW674 – der Dreijährige aus Langenau beobachtet still vergnügt, greift nicht ein und freut sich vermutlich schon auf seine neue Liebe. Seine Gefährtin vom Jahr 2017 war nicht beringt, die neue Partnerin dagegen ist gekennzeichnet mit der Ring Nr. AY595 – geschlüpft 2016 auf dem Kirchendach in Willstätt (Südbaden), also noch sehr jung und doch schon geschlechtsreif. Zwei flugfähige Jungstörche sind aus dieser Verbindung herangewachsen.

 

Holzkirchen: Nestkämpfe, Vernichtung der Eiablage. Das Paar, die Französin und ihr Partner haben es zum Glück unverletzt überstanden, ihr Nest erfolgreich verteidigt und tatsächlich noch ein Nachgelege geschaffen. Ein Jungstorch wurde hier beringt und war am Ende auch flugfähig.

 

Oettingen: Auf dem Dekanat - AK933 m., der Brüter in diesem Nest vom letzten und auch vorletzten Jahr - geschl. 2014 aus dem Nördlinger Nest - hat sich 2018 eine neue Partnerin angelacht: AU864 w.geschl.2015 in Raisting, Oberbay.

 

Was für ein Durcheinander auch auf der VHS: Der männl. Storch von Nest Nr.1 ist umgezogen, hat sich gleich nebenan im Nest Nr.2 die (noch) einsame Nachbarin erobert, trotzdem gleichzeitig das Nest Nr.1 resolut verteidigt, keine neuen Nachbarn geduldet, dabei die eigene Familienplanung total vernachlässigt.
Aus dem Tagebuch 2018 der Storchenstadt Oettingen: Im Frühling: Da wird geklappert, verteidigt, gelegt, gebrütet – und zwischendurch auch mal ein Zimmer im Untergeschoss vermietet. Prinz. Bau Nest Nr.2, das Paar zeigt stolz ein volles Gelege mit 5 prächtigen Eiern, ebenso das Nest Nr.1 und auch die Glücksbringer auf dem Dekanat.

 

13. April: Commerzbank am Marktplatz, die „Gute Stube“ von Oettingen. Seit vielen Tagen sammelt das Paar im Hofgarten und auf den angrenzenden Wiesen allerlei Äste und Zweige. Auf dem nackten Kamin will heuer ohne Nisthilfe einfach nichts mehr gelingen. Alle Arbeit ist sozusagen „für die Katz“.
Am Freitag, den 13. April ist es soweit, die gespendete Nisthilfe fertig, der Bauhof bereit zum Installieren auf dem Kamin der Commerzbank (einst Linsebank) in Oettingen.

 

Endlich ist es geschafft, das Glück vollkommen, die Familienplanung kann beginnen. DER AU764, so verrät mir im Wonnemonat Mai die Ring Nr. des männlichen Partners, ein Oettinger Sohn aus dem Jahr 2015 - seine Gefährtin ist nicht beringt, sie haben mit Begeisterung das neue Zuhause dankend angenommen.
Dass auf der Commerzbank das Legen erst am Anfang ist, das kann jeder Bürger voll verstehen. Als letztes Paar im neuen Heim mit Aussicht auf die Feiermeile der Residenzstadt, was für ein Glück für die Glücksbringer. Und schon hat es sich dort ein Untermieter, ein Rabenvogel, bequem gemacht. Ja und was ist denn mit dem Paar auf der VHS im Nest Nr.2 nur los? Vor lauter Geklapper, hektisch die Nachbarn beobachten, das ehemalige Zuhause, das Nest Nr.1 stürmisch verteidigen – sie kriegen einfach nichts auf die Reihe: KEIN einziges Ei schmückt ihren Nistplatz, ein gähnend leeres Nest zeigt sich dem Beschauer. Das kommt davon wenn man nicht genug kriegt. In der Ruhe liegt die Kraft: Dagegen die beiden „Röttgers“, das Paar auf dem Traditionshorst, sie sind die absoluten Sieger unter den Oettinger Eierlegern: SECHS Eier, ein volles Gelege wird in überlegener Ruhe stolz gehegt und gepflegt. Ja die können es eben, die wissen was zu tun ist, haben es den Oettingern in den vergangenen Jahren schon mehrmals bewiesen. In der Ruhe liegt die Kraft.

 

Oettingen im April:
April, April der macht was er will, zumindest die Oettinger Störche. Es wird geschlüpft – gebrütet – gelegt / gelegt – gebrütet – geschlüpft.
Platz ist in der kleinsten Hütte:
Ein neues Paar. Was muss immer gleich von Menschenhand gewerkelt und gefummelt werden? Die Störche wissen es doch selbst am besten, ihr ganz eigener
Bauplan passt sich jedem ausgesuchten Standort perfekt an. So wieder geschehen auf dem Dach der Pfarrgasse Nr. 7.
Da finden Störche einen Kamin, probieren und riskieren, schleppen und basteln sich tatsächlich auf kleinstem Raum ein winziges Zuhause, schaffen mit wenigen Zweigen ein brutfähiges Nest und beginnen mit der Eiablage. Kein Fluch, sondern Segen. Man muss auch manchmal etwas hinnehmen. Früher war dies eine Selbstverständlichkeit.

 

Oettingen auf dem Kamin der Pfarrgasse 7 am 24. April 2018 - jung und unbedarft, fürsorglich und umsichtig – VIER Eier liegen kunstvoll eingebettet auf engstem Raum, werden von den jungen Eltern abwechselnd gehegt und gepflegt, gewendet und bebrütet. Ja, diese beiden zweijährigen Glücksbringer schaffen das tatsächlich.
Personalausweis der Eltern: DER AT307 - geschlüpft 2016 in Uehlfeld (Mittelfranken)/ DER AX849 geschlüpft 2016 in Herrieden Oettingen am 27. April 2018: Ja da schau` her - alle kehren immer wieder heim. A1J07 ein Jungstorch von 2017 aus dem Oettinger Nest im Grafenfeld hat vermutlich Sehnsucht nach seinen "Wurzeln", turnt auf dem Kirchenschiff von St. Jakob, schaut sich alle Gelege seiner Artgenossen an - will lernen, einfach nur lernen. Das kann dieser Tropf ganz bestimmt vom jungen Paar auf dem Kamin in der Pfarrgasse.

 

03. Mai 2018 –Oettingen VHS Nest Nr.2 – na endlich hat es auch da geklappt: EIN Ei, das erste Ei liegt auf dem Präsentierteller, dem Horst mit dem Mann vom Nest Nr.1mit der Frau von Nest Nr.2. Wer es nicht selbst erlebt, der kann dieses Durcheinander wohl kaum verstehen. 07. Mai 2018 – Oettingen, zuerst das Traurige - danach das Schöne. Schade, das Nest auf der Pfarrgasse Nr.7, das jugendliche Storchenpaar drückt sich vor der Verantwortung und hat den Kamin verlassen. Die Zweijährigen waren wohl doch noch zu jung für die Aufgabe der Familiengründung: „Brüten, stundenlang auf den Eiern sitzen, Tag und Nacht und das mindestens vier Wochen lang – wie langweilig. Wir wollten doch nur spielen . . .“ So kann es wohl gewesen sein. Nun denn, das Nest in dieser Enge, das habt ihr tatsächlich gut gemacht. Auch die Eiablage ist für euer Alter ganz ordentlich, den Rest müsst ihr noch lernen. Die Nisthilfe wird im Herbst installiert. So kann ja im Brutjahr 2019 nichts mehr schief gehen. Einen Lichtblick zeigt das Nest Nr.1 auf dem Prinzessinnenbau: FÜNF geschlüpfte Küken. Ist ja auch keine Kunst als 7 jähriger Storch Eltern zu werden.

 

12. Mai 2018 – Oettingen, der Samstag im Zeichen vom Historischen Markt beim Mittelalterfest. Es scheint ein "Überflieger" im Anflug zu sein: Männlicher Storch DER AU722 aus dem Nördlinger Nest, geschlüpft im Jahr 2015 – der Ring über seiner Ferse hat es mir verraten - versucht mit einer unberingten Partnerin seit dem 12. Mai 2018 auf dem Kamin der Schloßstr.13 sich häuslich einzurichten. Das wunderbare Spektakel vom Oettinger Mittelalterfest hat die beiden Glücksbringer wohl auf ihrer Durchreise angelockt, die Jubelrufe, der Trommelwirbel, die
Böllerschüsse, alles scheint ihnen großartig zu gefallen. Somit ist das 18. Nest innerhalb von 3 Tagen über Oettingen in spontaner Storchenmanier vollständig geschaffen und mit Nistmaterial kunstvoll geschmückt worden.

 

Juni 2018: Wetter genial zum Filmen, Beobachten und Notieren. Notieren? Ja tatsächlich, es fehlt der Dritte im Bunde auf dem Röttgerhaus. Beringt wurden drei putzmuntere Jungstörche - jetzt sind es nur noch zwei. Die Bilanz der gezählten Oettinger Jungstörche verändert sich. Das bedeutet im Schnitt: 18 Nester mit 1 1/2 Jungstorch. Aber jetzt wieder positive Gedanken und Wünsche verbreiten. Die Jugend übt - und übt - manchmal liegen sie faul nebeneinander - dann wieder packt sie die Wut - der Magen knurrt - die Eltern füttern auf Sparflamme kurz und bündig . . . Noch hat kein Oettinger Jungstorch den Mut das Nest zu verlassen. ABER - bald, sehr bald ist es soweit - dann geht die Post ab . . . und hoffentlich nicht daneben.

 

12. Juli 2018 – zwischendurch Meldungen aus Möttingen und aus Munningen – Jungstorch A1G95, ein Frühstarter mit Notlandung in Nachbars Garten – von tierlieben Mitmenschen auf die bekannte Futterwiese getragen – und schon ist der Familienanschluss wieder perfekt gesichert. Meldung aus Munningen: Jungstorch steht an der Bushaltestelle – der nächste Jungstorch in der Dachrinne – der dritte in Nachbars Garten. Wenn die Jugend nicht selbst zur Wiese schreiten möchte, ja dann wird sie eben zum „Esszimmer“ getragen.
Oettingen wird flügge

 

20. Juli 2018 – News von der Oettinger „Rasselbande“. Die Jungstörche werden flügge, immer mutiger und manchmal auch zu übermütig. Auf allen Horsten wird täglich von morgens bis abends gehüpft, getanzt und auch schon mal für ein paar Rundflüge über der Oettinger Dachlandschaft das Nest verlassen.
Mutig bis übermütig – und so passiert es auch ganz schnell, dass die Landung auf dem Horst daneben geht. So geschehen für die zwei „Schnellstarter“ auf dem Dekanat. Ein Rundgang durch die Stadt – neugierig auf der Schloßstrasse flanieren? Nein, das geht wirklich nicht.

 

Nun denn, mit ein bisschen Übung und rücksichtsvollen Autofahrern lässt sich der junge Ausreißer, der mutige Weltenbummler widerwillig letztendlich doch in einem Hinterhof einfangen.

 

Am nächsten Tag das gleiche Spiel mit dem zweiten Jungstorch vom Dekanat in der Pfarrgasse: „Was der kann, das kann ich auch – ich will hier raus“ – denkste, denn so einfach ist das nicht für einen Anfänger. Natürlich geht auch hier die Landung auf dem heimatlichen Nest „Dekanat“ nach dem ersten Rundflug jämmerlich daneben. Die „Notlandung“ im Schlosshof mit anschließendem Rundgang um den Marienbrunnen geht glimpflich aus, ohne körperlichen Schaden für den jungen Glücksbringer. Auch dieser mutige Geselle lässt sich schließlich einfangen und zur Wiese am Rande von Oettingen transportieren.

 

Oettingen und die Schweiz:
Röttger Haus, dort sitzt seit 2009 ein Schweizer im Nest auf dem Kamin - HES SA786 geschlüpft 2005 in Möhlin/Aargau – Schweiz.
Georg – Friedrich – Steinmeyer Straße Nr.5 – der Neuzugang in diesem Jahr, auf dem Kamin zeigt sich das gleiche Bild: Ein Schweizer richtet sich häuslich ein - HES SK236 w., geschlüpft in Lokremise bei Zürich. Der Partner ist unberingt.
Strommast Pfarrgasse 14: HES SH856 und AU 727 - seit Beginn der Brutzeit 2018 befindet sich dieses Paar auf dem Mastnest in der Pfarrgasse. AU 727 wurde 2015 in Gunzenhausen auf dem Kamin des Gasthauses/Brauerei Lehner beringt. Trieb sich auch schon 2017 in Oettingen herum und war 2016 einmal kurz in Wemding. HES SH856 wurde 2015 in Basel beringt. Auch war er im März 2017 und Juli/August 2017 Übernachtungsgast in Oettingen. Jetzt Bruterfolg 2018: Ja – leider hat kein Küken überlebt. Noch zur Info: das Paar im letzten Jahr (2017) auf diesem StrommastNest war nicht beringt.
Auf dem Kirchendach begutachtet ein Schweizer Gast die Storchenpopulation, macht sich vermutlich Gedanken wegen seiner Zukunft, möchte den Bauplatz für ein „Eigenheim“ über der Storchenstadt Oettingen schon mal im Voraus planen.
Oettingen und die Schweiz, was verbindet die beiden? Natürlich die Störche.

 

22. Juli - Nördlingen fliegt:
Die Zeit ist reif für ein wichtiges Blatt im Tagebuch der Nördlinger Störche 2018. Die drei Nördlinger Jungstörche sind inzwischen flügge. Sie haben es mit Bravour geschafft, ihre Kinderstube, den Horst auf dem Brot – und Tanzhaus verlassen. Ja und das heuer tatsächlich mal ohne Zwischenlandung in der Stadtmitte von Nördlingen. Jetzt ist die Nördlinger Familie Storch tagtäglich unterwegs zur gemeinsamen Futtersuche auf den wenigen Wiesen außerhalb der Stadtmauer. Viele Möglichkeiten gibt es ja rund um Nördlingen leider nicht mehr. Bald wird die Jugend das Weite suchen, den Anschluss bei ihresgleichen finden - und das wird vermutlich auf den Wiesen entlang der Wörnitz sein. Da kann man nur sagen: Herzlichen Glückwunsch ihr DREI – alles Gute für euren weiteren Lebensweg. Vielleicht trifft man sich ja mal wieder? Diese Frage ist tatsächlich berechtigt, denn zwei der Nördlinger Storchenjugend aus den Jahrgängen 2014 und auch 2015 haben sich auf den Kaminen über Oettingen niedergelassen und eine eigene Familie gegründet. Die Ringe haben es mir verraten. 26. Juli – Oettingen fliegt aber manchmal eben auch daneben. So geschehen am hellen Vormittag. Die Jugend tanzt, schwebt, schaukelt und riskiert. Der Anflug, das Landen bei der Heimkehr auf dem Horst, das ist gar nicht so einfach. A1H09, einer der vier Jungstörche vom Mast im Hofgarten hat sein Kinderzimmer voll verfehlt, die Landung im Hof des Nachbarn aber glücklich und gesund überstanden.
Einfangen und hinüber zur heimischen Futterwiese transportieren - das ist die Botschaft. Das ist heuer der dritte Jungstorch mit der Landung in der Innenstadt von Oettingen.
Die Störche sammeln sich

 

01.August, etwa 50 Jungstörche – auf den Wiesen zwischen Wörnitzostheim und Rudelstetten. Sie sammeln sich zur gemeinsamen Reise in den Süden – am 02.August liegt ein Jungstorch tot in der Dorfmitte von Wörnitzostheim - A1J33, ein Jungstorch aus Schopfloch.
Noch stehen bei 9 Jungstörchen in Oettingen und bei dem einzigen Jungstorch in Holzkirchen die ersten Flugversuche aus. Hoffen wir, dass auch bei den Nachzüglern, den letzten jugendlichen Glücksbringern alles gut ausgeht.

 

20. August 2018: 27 Störche entlang der Eger zwischen Nördlingen und Löpsingen. Altstörche sammeln sich für die gemeinsame Reise in den Süden. Die Jugend ist schon längst unterwegs und wird von den Eltern noch leicht eingeholt. Der trockene und heiße Sommer hat die Jungstörche in diesem Jahr schon sehr viel früher ziehen lassen als in den vergangenen Jahren. Das Futter wurde knapp, die Wassertümpel sind zum größten Teil ausgetrocknet, die kleinen Bachläufe ebenso.

 

26.August 2018 – ein toter Storch vor Oettingen am Straßenrand, A1K72, ein Jungstorch aus dem Nachbarland auf der Durchreise.
Nachtrag für das Storchenjahr 2018: Oettingen am 20. April 2018: Das 19. Nest über Oettingen??? Auf einem Strommast in der Bachgasse – DER AJ068 / AY051 - nach vier Tagen Bauzeit hat das Paar den Mast wieder verlassen.
Ja es sind tatsächlich Neuzugänge über der Storchenstadt Oettingen. Dafür sind vereinzelte Störche vom letzten Jahr der Residenzstadt ferngeblieben. Gäste, AK287 - AW960 - AX881 – AX928 – AV388 – AT604 gleiten durch die Lüfte, turnen vergnügt über den Dächern, auf den Kaminen, Remmidemmi überall, machen sich wichtig, nichts steckt dahinter – hoffentlich .
Gast AK287: Siehe da, das vermisste Ellwanger Männchen ist in Oettingen unterwegs. Beringt am 30.05.2012 in Oettingen, auf dem Kamin des Hauses Röttger. Will der sechsjährige Oettinger Sohn umziehen? Oder sucht er im Ries nach einer neue Partnerin? Der Bursche brütet seit 2014 mit wechselnden Partnerinnen in Ellwangen, so hat man mir erzählt.
Nachricht aus Ellwangen: „Am Ostermontag hat er noch gebrütet, am Abend war er allein, hat das Nest zeitweise verlassen. Am nächsten Tag war kein Elternteil auf dem Nest zu sehen. Die Dohlen machten sich über das Gelege her.“

 

Letztendlich hat sich AK287 doch wieder besonnen, ist zurück nach Ellwangen in seine zweite Heimat.
Zu guter Letzt: Das war`s dann wieder im Jahr 2018. Kirchtürme sind mein Hobby, Störche meine Leidenschaft, der Blick in die Storchennester einmalig. Und so hab ich mich heuer erneut auf den Weg gemacht, die ungleichen Brüder in Wemding erklommen, ebenso den Kirchturm St. Stephanus in Alerheim. Der Kirchturm Daniel in Nördlingen, er ist sozusagen mein Heimspiel. Der längste Aufenthalt war, wie schon die Jahre zuvor, auf dem Jakobsturm in Oettingen. Bei dieser Ansammlung von Nestern kann das sicher jeder verstehen.
All die anderen Orte mit Nestern ohne Einblick von oben wurden dabei nicht vernachlässigt, vom Anfang bis zum Ende beobachtet und nach dem Rechten gesehen.
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Hier die neuesten Kurzinfos von Heidi Källner zu den Störchen in Oettingen:

 

eMail vom 12.08.2018

 

Oettingen, den 12. August – am Nachmittag und auch am Abend:

 

Störche

Fernweh? Reisefieber? Mein Blick vom Jakobsturm zeigt mir leere Nester über der Residenzstadt Oettingen.

 

 

Mein Blick zum Himmel? . . . ein Emsiges Aufsteigen – Kreisen – erst einzelne Glücksbringer, dann immer mehr – immer Storchhöher – letztendlich verschlungen vom azurblauen Sommerhimmel.

 

 

 

 

 

Die Rieser Jungstörche sind weggezogen, Hotel Mama ist geschlossen. Und die Eltern? Sie sind sichtlich erleichtert, genießen wieder ihre Zweisamkeit, klappern hoch erfreut ihr Abschiedslied.

 

Storch

Abends nach 21 Uhr: Altstörche bestimmen wieder das Stadtbild auf den Dächern, in den Nestern. Bald, sehr bald ist auch ihre Zeit gekommen – dann wird es wieder still über Oettingen, über dem ganzen Ries – mucksmäuschenstill . . .

 

eMail vom 07.08.2018

 

Die letzten drei Nester über Oettingen, die NEUN Nachzügler, sie können fliegen – trauen sich aber noch nicht weiter weg.

 889

Nr.889 – Georg-Friedrich-St. – einer der drei Jungstörche ist unterwegs

 

 897

Nr. 897 – Commerzbank, Mutter verduftet sich – und schon werden die drei Schreihälse still und nachdenklich.

 

Storch 

Nr. 887 – für kurze Zeit zeigt sich ein leeres Nest auf der Commerzbank

 

888

Nr. 888 – volles Nest auf dem Strommast im Hofgarten

 900

Nr. 900 – ein Jungstorch vom HofgartenMast fliegt mal kurz vorbei J

 

 

 

 

eMail vom 20.07.2018

 

20. Juli 2018 – News von der Oettinger „Rasselbande“. Die Jungstörche werden flügge, täglich mutiger und manchmal auch zu übermütig. Auf allen Horsten wird täglich von morgens bis abends gehüpft, getanzt und auch schon mal für ein paar Rundflüge über der Oettinger Dachlandschaft das Nest verlassen.

 

Mutig bis übermütig – und so passiert es auch ganz schnell, dass die Landung im Nest daneben geht. So geschehen für die zwei „Schnellstarter“ auf dem Dekanat. Ein Rundgang durch die Stadt – neugierig auf der Schloßstrasse flanieren? Nein, das geht wirklich nicht.

Nun denn, mit ein bisschen Übung und rücksichtsvollen Autofahrern ließ sich der junge Ausreißer, der mutige Weltenbummler widerwillig endlich in einem Hinterhof einfangen.

 

Am nächsten Tag das gleiche Spiel mit dem zweiten Jungstorch vom Dekanat in der Pfarrgasse: „Was der kann, das kann ich auch – ich will hier raus“ –  denkste, denn so einfach ist das nicht für einen Anfänger. Natürlich ging auch hier die Landung auf dem heimatlichen Nest „Dekanat“ nach dem ersten Rundflug jämmerlich daneben. Die „Notlandung“ im Schlosshof mit anschließendem Rundgang um den Marienbrunnen ging glimpflich aus, ohne körperlichen Schaden für den jungen Glücksbringer. Auch dieser mutige Geselle ließ sich letztendlich einfangen und zur Wiese am Rande von Oettingen transportieren.

 

 

Hier ist ein kurzer Lehrgang mit Bilderserie für die Storchenfreunde:

Man nehme eine leichte Decke - locke den Jungstorch in eine Ecke - lege von hinten die Decke schnell über seinen Rücken - dann locker über den Kopf - eine Schachtel wäre gut, wenn man ihn alleine transportieren muss - fahre zur Futterwiese in der Nähe - und erlöse ihn . . .

 

1 2 3  4 5 6

 

Beobachten und sich ein wenig Zeit nehmen.

 

 

 

Herzliche Grüße, Heidi

 

 

 

eMail vom 02.07.2018

 

Unter unserem Himmel“, Oettingen am 03. Juli 2018BR

 

Wetter genial zum Filmen, Beobachten und Notieren. Notieren? Ja tatsächlich, es fehlt der Dritte im Bunde auf dem Röttgerhaus. Beringt wurden drei putzmuntere Jungstörche - jetzt sind es nur noch zwei.

Die Bilanz der gezählten Jungstörche verändert sich:

StorchEs waren einmal 33 - jetzt sind es nur noch 29. Schade. Zum Vergleich: 2017 zählte ich 26 - heuer bis heute 29. Das bedeutet im Schnitt: 18 Nester mit 1 1/2 Jungstorch  

Aber jetzt wieder positive Gedanken und Wünsche verbreiten: Die Jugend übt - und übt - manchmal liegen sie faul nebeneinander - dann wieder packt sie die Wut - der Magen knurrt - die Eltern füttern auf Sparflamme kurz und bündig . . .

Noch hat kein Oettinger Jungstorch den Mut das Nest zu verlassen. ABER - bald, sehr bald ist es soweit - dann geht die Post ab . . . und hoffentlich nicht daneben.

 

 

eMail vom 22.06.2018

 

72 Jungstörche aus 32 Nestern zählt die Zwischenbilanz 2018 der Weißstörche im Nördlinger Ries. 69 Jungstörche sind beringt, tragen heuer ihren Personalausweis oberhalb des rechten Intertarsalgelenks. Durch die Beringung und Anmeldung bei der Vogelwarte in Radolfzell können die Vögel jederzeit identifiziert werden, wo sie sich aufhalten, wann und wo sie geschlüpft sind. 13 junge Glücksbringer werden wegen Unerreichbarkeit des Nestes ohne Ring ihre Reise im August in den Süden antreten.

 

15 Orte: Auhausen 3 Jst.– Holzkirchen 1 Jst. – Deiningen 3 Jst.– Nördlingen 3 Jst. – Pfäfflingen 2 Jst. - Löpsingen 4 Jst.– Möttingen 4 Jst.– Munningen 4 Jst.– Bühl 1 Jst.– Alerheim 4 Jst.– Rudelstetten 2 Jst.– Wörnitzostheim 2 Jst.– Wemding 3 Jst.– Harburg 3 Jst.- Oettingen 33 Jst. – sind zusammen 72 Jungstörche.

 

14 Ortschaften mit je einem Nest zählen zusammen 39 Jungen – Oettingen, die 15. Ortschaft zählt alleine 18 Nester auf den Dächern, Strommasten und Kaminen. Sogar ein Baumnest im Hofgarten von Oettingen ist seit 2014 der in Eigenregie gebaute „Hoch“ Sitz eines Storchenpaares.

 

Noch ist die Jugend nicht flügge, werden von den Eltern regelmäßig und abwechselnd gefüttert. Auch spielt das Wetter eine große Rolle. Unwetter, starker Dauerregen und Futtermangel kann noch manch junges Storchenleben zunichte machen. Wie schon geschrieben: Zwischenbilanz. Ende Juli weiß ich es ganz genau. Dann steht die Erfolgsbilanz der Weißstörche im Nördlinger Ries endgültig fest.

 

Oettingen speziell:

1 – Röttger                   3 Jst.           15 - Schloßstr.13 ohne Bruterfolg

2 – Apotheke                4 Jst.           16 -  VHS Nest ein Ei nicht ausgebrütet

3 – Prinz 1.Nest            1 Jst.            17 -  Pfarrgasse 14, 2 Küken verendet

4 – Prinz 2.Nest            1 Jst.            18 -  Pfarrgasse 7, vier Eier nicht ausgebrütet

5 – Schloßbuck             3 Jst

6 – G.Fr.Steinm.            3 Jst.

7 – Schloßstr.2               2 Jst.

8 – Commerzbank         3 Jst.

9 – Grafenfeld                1 Jst.

10 – Klosterplatz            1 Jst.

11  - Dekanat                  2 Jst.

12 – Baum Hofgarten    2 Jst.

13 – Mast Hofgarten      4 Jst.

14 – Gartengasse            3 Jst.

Beringt wurden alle außer auf dem Baum im Hofgarten und auf dem Kamin am Klosterplatz wegen der Unerreichbarkeit.

 

Trauriger Nachtrag: Die drei  Beringten am Schloßbuck , die Jungstörche liegen tot im Nest. War es das durchziehende Unwetter vor ein paar Tagen? Oder haben die Altstörche schlechte, nicht genießbare Nahrung erwischt und gefüttert.

 

Sehr wichtig:

Großes Lob und ein dickes Dankeschön an die N-ERGIE, die freiwilligen Helfer der Wehren Wassertrüdingen, Oettingen und Nördlingen. Ohne deren Hilfe seit vielen Jahren wären die Beringungen und manche Nestpflege nicht möglich.

 

Manch Strommast wird buchstäblich über Nacht zum neuen Nistplatz einer Storchenfamilie. Die N-ERGIE isoliert umgehend und einfühlsam baldmöglichst und immer zum richtigen Zeitpunkt gefährliche Leitungen.

 

Oettingen am 14. Juni 2018:

Umgebauter Strommast als Zuhause für Oettinger Störche

Die N-ERGIE  montiert eine spezielle Nistplattform auf einen umgebauten Strommast als Zuhause für Oettinger Störche. Die Stahlkonstruktion wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Donau Ries, den engagierten Vogelschützern vor Ort und auf ausdrücklichen Wunsch der Grundstücksbesitzer installiert.

 

 

 

eMail vom 13.06.2018

 

Die Residenzstadt – die Stadt der Störche – die Stadt im Glück.

Auf den Wiesen zwischen Nördlingen und Oettingen - bei Mörsbrunn, Heuberg und Nittingen – Storchentreffen zur gemeinsamen Futtersuche. Ja, und da gibt es tatsächlich Futter. Der aktueller Sommerregen macht es möglich, die Gewitterwolken locken Kleintiere aus der Erde.


Und die Jungstörche? Sie wachsen und gedeihen, betteln um Futter, zeigen ihre Größe – verschwinden unterm federleichten Sonnenschirm, ausgebreitet von den Eltern.

 

Die Nachzügler unter den Jungstörche über Oettingen sind bereit für ihren Personalausweis. Morgen stehen die letzten Beringungen auf dem Terminkalender: Dekanat – Georg Friedrich Steinmeyerstrasse – Commerzbank.

 

Bilder vom natürlichen Nest auf dem erhabenen Lindenbaum im Hofgarten, der Nisthilfe auf der Commerzbank – und vom liebevoll gestalteten Schaufenster im Fotohaus Fischer.

 

Storch Storch Storch

 

 

eMail vom 07.06.2018

 

Oettingen: Beringung – Nesterblicke – Sonstiges:

 

Der erste Schritt und auch der zweite Schritt, sie sind getan. In ein paar Tagen folgt der letzte Schritt - mit dem Hubsteiger der Energie und mit der Oettinger Feuerwehr:

Die Beringung der Glücksbringer. Noch sind nicht alle Jungstörche „reif“ für den Personalausweis.

 

Nesterblicke von der Beringung und auch noch danach. Die Personalausweise am rechten Bein knapp über der Ferse, stolz trägt die Jugend ihren Schmuck zur Schau. Auf der Schloßstrasse Nr.2, die beiden Streber, die Ältesten der Jugendgarde, sie zeigen es deutlich.

 

Sonstiges: Das Team vom BR München hat uns seit vielen Wochen immer wieder auf Schritt und Tritt begleitet – Menschen im Ries getroffen, gesprochen und gefilmt. Die wunderbare Rieser Landschaft mit all ihren Hügeln und Tälern, Bächen, Flüssen und auch Seen, alles wurde im Bild, Film und Ton festgehalten.

 

„Unter unserem Himmel“ und das unter dem weißblauen Rieser Frühling – Sommerhimmel. Ja wir hatten Glück, der Wettergott war uns gnädig. Wann der Film gesendet wird? Vermutlich im Mai oder Juni 2019. Der Film ist ja noch längst nicht fertig.

 

Heute ist das Team wieder abgereist. Wenn dann die Störche ihre ersten Luftsprünge wagen, über den Nestern schweben, dann – ja dann ist das Film Team vom BR wieder im Ries.

Anfang August, wenn die Jugend der Rieser Glücksbringer sich einträchtig auf den Wiesen versammelt, bei Eintritt der Dämmerung sich in die Lüfte schwingt, die Schlafplätze zur Nachtruhe auf den Dächern über Oettingen einnehmen wird – ja auch das wird im Bild festgehalten – wenn es denn so sein wird wie im letzten Jahr.

 

Die Rieser Menschen und ihre Störche – die Rieser Natur und ihre Störche, all das wird dieser Film uns im nächsten Jahr zeigen und auch erzählen.

 

 

 

eMail vom 22.05.2018

 

Pfarrgasse 7DER AX849, der Hausherr von der Pfarrgasse 7 ist wieder zurück. Sein Zuhause ist inzwischen ausgeräumt - sozusagen eine Zwangsräumung vom Hausherrn Schloßstrasse 2.

Da nützt jetzt kein Jammern und Wehklagen, da heißt es nochmal frisch anpacken, sein Weibchen DER AT307 ist bestimmt nicht weit.

Ansonsten: Die Nachzügler, es wird noch immer geschlüpft - siehe Dekanat - und gebrütet - siehe VHS 2.VHS 2

Die ganz Eiligen, sie sind schon sehr bald bereit für den Personalausweis - die Bilder erzählen es ziemlich deutlich.

Apropos VHS 2, das Nest mit dem einzigen Ei: Kaum ist der Hausherr aus der Pfarrgasse 7 von seiner Erkundungstour heimgekehrt, schon verlässt der Strolch - ja er ist tatsächlich ein zänkischer Schlingel - das Nest Nr. 2 auf der VHS und verteidigt grundlos das (sein ehemaliges) Nest Nr. 1.

Oh je, da wird aus diesem Ei ganz bestimmt nichts Vernünftiges mehr schlüpfen. Schade!

StorchUnd die Schloßstrasse 13? Was für ein schönes Paar!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

eMail vom 18. Mai 2018:

 

StorchDas 18. Nest, Schloßstrasse 13 – der Nördlinger von 2015 und seine Unbekannte haben es mit wenigen Handgriffen geschafft. Das Nest ist fertig, das Nistmaterial liegt bereit, das erste Ei kann gelegt werden: Bitte nicht stören J .

 

auf dem Dekanat: Zwei Küken frisch geschlüpft – die Eierschalen noch am Popo.

 

Auf dem Prinz.Bau Nest Nr.1: Fünf Küken hocken im Nest – die ersten beiden Küken geschlüpft am 5. Mai – ob es das eine oder andere Küken schaffen wird?

 

Auf dem Kamin Pfarrgasse 7: Der Mensch muss sich hier keine Gedanken mehr machen, denn - Schloßstrasse 2 räumt auf . . .

 

 

 

eMail vom 12. Mai 2018,

 

der Samstag im Zeichen vom Historischen Markt beim Mittelalterfest in Oettingen:

Übrigens - es scheint ein "Überflieger" im Anflug zu sein: Männlicher Storch DER AU722 aus dem Nördlinger Nest, geschlüpft im Jahr 2015 – der Ring über seiner Ferse hat es mir verraten - versucht mit einer unberingten Partnerin seit dem 12. Mai 2018 auf dem Kamin der Schloßstr.13 sich häuslich einzurichten. Ob die beiden es schaffen werden?

Das wunderbare Spektakel vom Oettinger Mittelalterfest hat sie wohl auf ihrer Durchreise angelockt, die Jubelrufe, der Trommelwirbel, die Böllerschüsse, alles scheint ihnen großartig zu gefallen . . .

 

eMail vom 07. Mai 2018 – zuerst das Traurige - danach das Schöne.

 

Schade, das Nest in der Pfarrgasse Nr. 7, das jugendliche Storchenpaar drückt sich vor der Verantwortung und hat den Kamin verlassen. Die Zweijährigen waren wohl doch noch zu jung für die Aufgabe der Familiengründung:

 „Brüten, stundenlang auf den Eiern sitzen, Tag und Nacht und das mindestens vier Wochen lang – wie langweilig. Wir wollten doch nur spielen . . .“  So kann es wohl gewesen sein.

 

Nun denn, das Nest in dieser Enge, das habt ihr tatsächlich gut gemacht. Auch die Eiablage war für euer Alter nicht schlecht – den Rest müsst ihr noch lernen. Die Nisthilfe wird im Herbst installiert. So kann ja im Brutjahr 2019 nichts mehr schief gehen.

Einen Lichtblick zeigt das Nest Nr.1 auf dem Prinzessinnenbau: DREI  geschlüpfte Küken. Die können es halt, haben es den Oettingern schon ein paar Jahre lang bewiesen. Ist ja auch keine Kunst als 7 jähriger Storch Eltern zu werden.

 

Zur InfoSIEBEN Nester: Geschlüpft ist: Schloßstrasse 2, - Prinz.Bau Nest 1 – Röttgerhaus – Klosterplatz – Gartengasse – Apotheke - Schloßbuck

 

Gebrütet wird noch in NEUN  Nester: Georg-Friedr.Steinmeyer-Str.5 – Strommast Hofgarten – Baum Hofgarten – VHS Nest Nr.2 – Pfarrgasse 14 – Dekanat – Prinz.Bau Nest Nr.2 – Grafenfeld – Commerzbank .

Plus  EIN  verlassenes Nest mit dem Rest von zwei Eiern, gelegt wurden vier – sind zusammen 17 Nester – das angefangene Nest (Nr.18) in der Bachgasse hat das Paar nach 4 Tagen Bauzeit wieder verlassen.

 

eMail vom 30.04.2018

 

StorchApril, April der macht was er will, zumindest die Oettinger Störche. Es wird geschlüpft – gebrütet – gelegt / gelegt – gebrütet – geschlüpft.

 

Schloßstrasse 2, frisch geschlüpft zeigen sich zwei muntere, schneeweiße Küken im Nest auf dem Kamin mit der Rohrverlängerung.

 

VHS Nest Nr.2 – na endlich hat es auch da geklappt: EIN  Ei, das erste Ei liegt auf dem Präsentierteller, dem Horst mStorchit dem Mann vom Nest Nr.1 mit der Frau von Nest Nr.2. Wer es nicht selbst erlebt, der kann dieses Durcheinander wohl kaum verstehen

 

Ja und auf dem Kamin der Pfarrgasse Nr.7 Das Paar hat schon mal ein Ei beiseite geschoben. DREI Küken reichen da oben in dem Sparnest auch schon. Sehr schlau gemacht.

Bald werden auch die nächsten Küken in den 16 anderen Nestern brav schlüpfen.

 

 

 

eMail vom 27.04.2018

StorchJa, da schau her - alle kehren immer wieder heim. A1J07 ein Jungstorch von 2017 aus dem Oettinger Nest im Grafenfeld hat Sehnsucht nach seinen "Wurzeln", turnt auf dem Kirchenschiff von St. Jakob, schaut sich alle Gelege seiner Artgenossen an - will lernen, einfach nur lernen. Das kann dieser Tropf ganz bestimmt vom jungen Paar auf dem Kamin in der Pfarrgasse Nr. 7. VIER Eier werden kunstvoll auf engstem Raum gehegt und gepflegt, gewendet und bebrütet.

 

 

eMail vom 24.04.2018

Pfarrgasse 7Oettingen auf dem Kamin der Pfarrgasse 7:

 

  1. April 2018 - jung und unbedarft, fürsorglich und umsichtig – DREI  Eier liegen eingebettet auf engstem Raum, werden von den Eltern abwechselnd bebrütet. Ja, diese beiden Glücksbringer schaffen das tatsächlich.

 

Personalausweis der Eltern: DER AT307  - geschlüpft 2016 in Uehlfeld (Mittelfranken)/ DER AX849 geschlüpft 2016 in Herrieden

 

 

eMail vom 22. April 2018

 

  1. April – das Neueste von Oettinger Glücksbringern:

 

Oh Oettingen, du heimelige Stadt – da wird geklappert, verteidigt, gelegt und gebrütet – und zwischendurch auch mal ein Zimmer im Untergeschoss vermietet.


Auf dem Kamin der Pfarrgasse 7, klein aber fein, liebevoll ausgepolstert, und schwups die wups das zweite Ei gelegt. Ein Geschwisterlein? Ja das hat noch Platz – als Einzelkind will niemand aufwachsen.


Prinz. Bau Nest Nr.2, das Paar zeigt stolz ein volles Gelege mit 5 prächtigen Eiern – ebenso die Glücksbringer auf dem Dekanat und auch Nest Nr. 1 auf dem Bau der Prinzessinnen.


Dass auf der Commerzbank das Legen erst am Anfang ist, das kann jeder Bürger voll verstehen. Als letztes Paar im neuen Heim mit Aussicht auf die Feiermeile der Residenzstadt, was für ein Glück für die Glücksbringer. Und schon hat es sich dort ein Untermieter bequem gemacht.


Ja und was ist denn mit dem Paar auf der VHS nur los? Vor lauter Geklapper, hektisch die Nachbarn beobachten, das Nest Nr. 1 stürmisch verteidigen – sie kriegen einfach nichts auf die Reihe: KEIN einziges Ei schmückt ihr Zuhause, ein gähnend leeres Nest zeigt sich dem Beschauer. Das kommt davon wenn man nicht genug kriegt.


Dagegen die beiden „Röttgers“, das Paar auf dem Traditionshorst, sie sind die absoluten Sieger unter den Oettinger Eierlegern: SECHS Eier, ein volles Gelege wird in überlegener Ruhe stolz gehegt und gepflegt. Ja die können es eben, die wissen was zu tun ist. In der Ruhe liegt die Kraft.

 

 

 

eMail vom 20.04.2018

 

20. April 2018 - das 18. Nest in Oettingen auf einem Strommast in der Bachgasse – DER AJ068 / AY051, heute ist dort „Nest-Baubeginn“ . . . Bachgasse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

eMail vom 19.04.2018

Grossansicht in neuem Fenster: Pfarrgasse 7Grossansicht in neuem Fenster: Pfarrgasse 7

 

„Platz ist in der kleinsten Hütte“ . . . ja das kann man hier tatsächlich sagen – das erste Ei wird auf dem Kamin der Pfarrgasse Nr.7 bebrütet. Vorgestern war noch nichts zu sehen.

 

 

eMail vom 13.04.2018

 

Oettingen: Jetzt ist das Glück vollkommen

 

Endlich ist es geschafft und die Familienplanung kann beginnen. DER AU764, so lautet die Ring Nr. des männlichen Partners – seine Gefährtin ist nicht beringt, sie sind überglücklich. Das Bild spricht für sich.

Schon im letzten Jahr war ihr Zuhause, ein vollständiges und selbst gebautes Nest, auf dem Kamin der Commerzbank über dem Marktplatz in Oettingen. Seit vielen Tagen sammelte das Paar im Hofgarten und auf den angrenzenden Wiesen allerlei Äste und Zweige. Auf dem nackten Kamin wollte heuer ohne Nisthilfe einfach nichts mehr gelingen. Alle Arbeit war sozusagen „für die Katz“.

 

Heute am Freitag, den 13. April war es endlich soweit, die gespendete Nisthilfe fertig, der Bauhof bereit zum Installieren auf den Kamin der Commerzbank in Oettingen. Somit hat das 16. Paar über Oettingen sein „neues“ Zuhause mit Begeisterung dankend angenommen.

 

 

Nachtrag: Ein neues Paar mit den Ring Nr. DER AT307 und AX849 versucht auf einem Kamin in der Pfarrgasse 7 heimisch zu werden. Das wäre dann das 17. Paar über Oettingen. Ja es sind tatsächlich Neuzugänge – dafür sind aber vereinzelte Störche vom letzten Jahr der Stadt Oettingen heuer 2018 ferngeblieben.

 

 

Mail vom 28.03.2018

 

Es ist an der Zeit für das erste Blatt im Tagebuch 2018 der Oettinger Störche.

 

Seit Ende Januar schreibe ich meine Notizen auf – seit dieser Zeit tut sich tatsächlich immer wieder Interessantes und zwischendurch auch Neues.

 

28. März 2018 – ordentlich wird über und auf den Oettinger Dächern geklappert, jubiliert und auch mal gestritten. Die Thermik scheint milder, die Glücksbringer kehren heim.

 

17 Storchennester gab es 2017, das 18. Nest – auf der „Commerzbank“ - hat nicht bis zum Herbst  durchgehalten. Auch heuer möchte dieser Glücksbringer seine Arbeit wieder aufnehmen. So einfach ist es dort oben für ihn und seine Partnerin wohl nicht. ABER dem wird jetzt geholfen, denn in den nächsten Tagen wird dort eine Nisthilfe installiert.

 

...und hier noch zur Info Bilder von heute, den 28. März 2018: Auf der „Commerzbank“ mit seinen vergeblichen Bauversuchen, es ist der Storch vom letzten Jahr AU764  – auch steht schon eine Gefährtin in seiner Nähe AW658 – ab und zu auch neben ihm.

 

Und der da so eifrig Baumaterial im Hofgarten sammelt, der gehört auf das Strommastnest im Hofgarten: DER AR952 m. / HES 5K236 w. Somit sind alle Nester vom letzten Jahr wieder besetzt – d.h. VHS Nr.1, der männliche Schlingel hat eine neue Gefährtin und hockt mit ihr im Nest Nr. 2 auf der VHS mit fertig gebautem Brutzimmer. Nest Nr. 1, die Dame fehlt noch.

 

Ja und letztendlich gibt es ein neues Paar auf dem Kamin in der Georg Friedrich Steinmeyer Straße Nr. 5.

 

Und noch etwas: Prinz. Bau Nest Nr. 2 liegt seit heute das erste Ei – auch im Nest Schloßstrasse Nr. 2.

 

Wunderbar, Ostern kann kommen!

 

 

eMail vom 13.03.2018:

 

Auch das Nest Gartengasse ist schon wieder belegt - wichtig für die Herren Gstädtner, Geiss und Obermeyer und Frau Siering.

 

Das Paar vom letzten Jahr mit seinem inzwischen abgebauten Nest – Ersatz nicht geschaffen - auf der Residenz „Bild 607“, überlegt noch wie es heuer weitergeht.

 

Die „Röttgers“ in der Schloßstrasse Bild Nr.592, das Traditionsnest und auch Traditionspaar, ist alles in grünem Bereich – so auch auf der Apotheke u.s.w.

 

In den übrigen 14 Ortschaften im Nördlinger Ries kann ich berichten, dass erfreulicherweise ALLE  Nester wieder belegt sind.

 

Nördlingen - Möttingen – Harburg – Deiningen – Alerheim – Wörnitzostheim – Bühl – Rudelstetten – Wemding – Holzkirchen – Munningen – Auhausen – Pfäfflingen – Löpsingen.

 

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