Müll in der Innenstadt – was tun?

Müll am Marktplatz2

Schwer zu sagen, was am ärgerlichsten ist. Scherben auf dem Spielplatz? Kippen auf der Liegewiese? Hundehaufen auf demHundekotBürgersteig?

 

Fast FoodWo Leute unterwegs sind, da fällt bekanntlich Müll an. Früher spazierte man nur sonntags durch den Park. Heute ist er zum grünen Wohnzimmer junger Leute geworden, die sich Pizza dorthin liefern lassen oder Grillfeste unter Bäumen feiern.

 

Auch die „To-Go“-Kultur hinterlässt deutliche Spuren.

 

Die Fachleute der Abfallwirtschaft haben sogar ein neues Wort kreiert, dass die Thematik in den deutschen Innenstädten treffend umschreibt: „Littering“.  Beim Littering geht es um Kleinabfälle, die anstatt im Abfalleimer einfach fallen und liegen gelassen werden. Und egal ob die Verursacher leichtfertig oder vorsätzlich gehandelt haben: es ist auf jeden Fall absolut unansehnlich und umweltschädMüll am Marktplatzlich.

 

To-Go-Verpackungen landen nach dem Verzehr des Mittagsmenüs einfach auf dem Marktplatz, da die großräumige Verpackung vom Vorgänger den Abfalleimer verstopft. Kaffee- und Eisbecher werden einfach liegengelassen.

 

Biotop

Ob Papiertaschentücher, Flaschen, Essensreste, Plastiktüten, Zigarettenschachteln, Bonbonpapier oder Fast Foodverpackung all das wird in unseren Grünanlagen im Vorbeigehen oder Vorbeifahren aus dem Autofenster entsorgt. An anderen Stellen werden alte Reifen, kaputte Gartenstühle, Koffer oder manchmal gar komplette Ladungen Bauschutt einfach am Waldrand abgekippt. Je wärmer es wird, desto mehr gehen die Leute raus, desto mehr wird liegengelassen. Die Folgen sind sehr weitreichend.

 

Liegengelassener Abfall gefährdet Tiere und Pflanzen, z. B. kann eine einzige ZigarettenkippeGrünabfall mit ihrem Mix aus vielen schädlichen Stoffen zwischen 40 und 60 Liter sauberes Grundwasser verunreinigen. Auf Spielplätzen gefährden die Kippen und zerschlagenen Getränkeflaschen die Gesundheit der Kinder. Schäden für die Umwelt entstehen z.B. durch Autobatterien oder Haushaltsgeräte. Es werden kostbare Stoffe dem Wertstoffkreislauf entzogen.

 

Keiner lebt gern im Dreck. Wenn das auch etwas übertrieben klingen mag, aber Sauberkeit ist ein wesentlicher Bestandteil, um sich wohlzufühlen. Das gilt neben den eigenen vier Wänden auch für die Umwelt, in der wir leben. Die Mehrheit der Bevölkerung empfindet das achtlose Wegwerfen und Liegenlassen von Verpackungen als störend und hässlich. Wir fühlen uns in einer Kommune wohl, wenn die Qualität des Lebensraumes auch in Sachen Sauberkeit hoch ist. Und dies gilt natürlich auch im gleichen Maße für Touristen, Gäste und Besucher.

 

Früher wurden in Oettingen ein- bis zweimal die Woche die Abfalleimer entleert. Heute steht die Reinigung täglich an – manchmal sogar nochmals in den Abendstunden. Mehr Müll mit mehr Säuberungen zu begegnen, klingt plausibel. Doch das lässt sich nicht beliebig steigern. Das „bisschen Müll“ jedenfalls kostet die Stadt Oettingen i.Bay. viel Geld und Personal. Deshalb appelliert die Stadt Oettingen i.Bay. an die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger, den anfallenden Müll entsprechend zu entsorgen. 

 

Sauberkeit und Sicherheit sind eng miteinander verknüpft und Basis für das Wohlbefinden der Einwohner. Hier kann jeder mithelfen. VFast Food 2iele machen das auch, weil sie ein Zeichen setzen wollen. 

 

Bei der nächsten Zigarettenkippe, dem Kaugummipapier oder der pfandlosen Plastikflasche einfach mal bis zum Papierkorb laufen, das hält die Landschaft frei von Abfall und tut auch noch der eigenen Gesundheit gut.

 

Wer größere Mengen Müll in Grünanlagen einsammelt, kann diesen am Dienstag und am Donnerstag von 13.00 bis 14 Uhr im Bauhof Oettingen, Fürfällmühlweg, abgeben. Bitte am Hoftor klingeln. 

 

Die Abfallstationen werden turnusmäßig geleert. Wenn ein Abfallcontainer überfüllt ist, suchen Sie bitte den nächsten Container-Standort auf. Während der Öffnungszeiten können auch am Recyclinghof Glas, Papier und Blechdosen  entsorgt werden, zudem gibt es auch hier vor den Toren eine Container-Station.

 

Manchmal ist vielleicht auch ein wenig Zivilcourage gefragt. Wenn Sie jemanden beim »Wilden Entsorgen« ertappen, sprechen Sie ihn oder sie doch einfach freundlich an. Wer weiß, vielleicht ergibt sich daraus ein gutes Gespräch…

 

 

 

Fotos: Die Fotos wurden der Stadt Oettingen i.Bay. von verärgerten Bürgern zugesandt. 

 

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