Klimawandel: Ein „weiter so“ ist keine Option mehr!

Klimawandel


Was können wir in der Kommune tun, damit auch noch unseren Enkeln
ein menschenwürdiges Leben möglich ist?

 

 

Oettingen wird nachhaltig – dies ist nicht nur das Logo und Ziel des Arbeitskreises für Nachhaltigkeit und Klimaschutz, sondern auch der Oettinger Stadtrat wird sich mit diesem Thema in einer Stadtratssitzung am 29.04.2021 auseinandersetzen. Zur Einstimmung in die Thematik hielt Herr Prof. Dr. Miosga, Leiter der Abteilung Stadt- und Regionalentwicklung an der Universität Bayreuth, am 08.03.2021 einen Online-Vortrag zu den „Herausforderungen für eine Transformation zur Nachhaltigkeit in den Kommunen“ für die Oettinger Stadträte/innen, einige Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Arbeitskreis „Nachhaltigkeit & Klimaschutz“.

 

Der Experte fand deutliche Worte. Eine Begrenzung der Erderwärmung möglichst auf 1,5°C sei erforderlich, da sonst Kipppunkte erreicht würden, die unumkehrbar seien und die Erderwärmung auf unvorhersehbare Weise weiter beschleunigen können. Die bereits spürbaren Folgen würden dann – auch im globalen Norden - schnell verheerende Ausmaße annehmen.  Immer mehr Regionen auf der Erde würden unbewohnbar, Wasser und Lebensmittel würden knapp und Milliarden von Menschen wären auf der Flucht.

 

Führende Wissenschaftler sind sich inzwischen einig, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu niedrig gesteckt sind... und selbst diese wird Deutschland nicht erreichen, wenn kein drastisches Umdenken und Handeln stattfindet.

 

Ein „weiter so“ ist also keine Option mehr, wenn wir auch unseren Enkeln noch eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten ermöglichen wollen. Daher rufen immer mehr Städte und Länder den Klimanotstand aus. Prof. Miosga machte klar, dass den Kommunen hier als bürgernahe politische Ebene eine entscheidende Rolle zukommt: Sie sind Verbraucher und Vorbild, Planer und Regulierer, Versorger und Anbieter, beraten, unterstützen und geben Impulse. Sie müssen die Herausforderung anerkennen, konkrete Ziele benennen (z.Bsp. „CO2-neutral bis zum Jahr 2035“) und das Handeln in der Kommune daran ausrichten. 

 

In der Diskussion wurde herausgearbeitet, dass es wichtig ist zu analysieren was in Oettingen bereits erreicht wurde, welche konkreten Ziele wir uns stellen und welche Schwerpunkte wir in diesem Prozess zuerst umsetzen.

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