Jahr für Jahr mehr Störche auf Oettingens Dächer….

Futter Störche 1

 

Die Störche gehören zu Oettingen wie der Jakobsturm und das Residenzschloss, um die sich die Storchenkolonie angesiedelt hat. Im Jahr 2021 gingen aus mehr als 30 Nestern – überwiegend auf Kaminen und hohen Bäumen – knapp 70 Jungstörche hervor. Die Oettinger sind stolz auf ihre Glücksbringer und akzeptieren Meister Adebar – auch wenn es hin und wieder zu Problemen kommt. 

Weißstorch-Nester genießen nach Artenschutzrecht Bestandsschutz, auch während der Winterzeit, wenn sich die Tiere in ihrem Winterquartier befinden. Die Nester dürfen nicht ohne behördliche Genehmigung beseitigt werden. Zuständig für die Störche und deren Nester ist die Höhere Naturschutzbehörde bei der Regierung von Schwaben.

 

Wenn sich noch mehr Brutpaare in Oettingen niederlassen (oft kehren Jungtiere an den Geburtsort zurück), wird nach Einschätzung der Naturschutz-Fachleute rund um unsere Stadt der Lebensraum sowie die Nahrung für die Störche knapp. Deshalb sind die Untere und die Höhere Naturschutzbehörde zusammen mit der Stadtverwaltung übereingekommen, dass versucht werden soll, die Brutkolonie möglichst nicht mehr weiter anwachsen zu lassen. Um das Siedlungsgeschehen in der Region etwas zu entzerren,Abweiser empfehlen die Fachleute, die Störche auf die umliegenden Ortschaften „umzulenken“.

 

Außerdem sollte versucht werden, neue Nestbauten zu unterbinden. Dazu ist es allerdings erforderlich, mögliche Nestplätze – in der Regel Kamine – mit sog. Abweisern (s. Fotos) zu versehen. Die Eigentümer von betreffenden Gebäuden müssen die Kosten hierfür allerdings selber tragen. Die Stadtverwaltung wird aber beratende Unterstützung anbieten. Der beste Zeitraum, diese Arbeiten anzugehen, ist von Oktober bis Anfang März. Wenn die Störche im Frühjahr zurück in Oettingen sind und mit dem Nestbau beginnen, ist es für Abwehrmaßnahmen zu spät.

 

Sofern ein Hausbesitzer auf seinem Gebäude gerne einen Storch haben will, ist dies grundsätzlich möglich, sollte aber wegen der angestrebten Koloniebegrenzung mit den Naturschutzfachleuten, bzw. der Stadt Oettingen i.Bay., abgestimmt werden.

 

Unsere Stadträtin Martina Krommrei hat sich bereit erklärt, Hausbesitzer bei Problemen in Sachen Störche und Nestbau zu unterstützen und als Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen. Frau Krommrei wird gemeinsam mit den Behörden, der Stadtverwaltung und der Storchenbeauftragten, Frau Heidi Källner, nach passenden Lösungen suchen und vermitteln.  

 

Um für unvorhergesehene Problemfälle (abgestürzte Nester, gestrandete Jungvögel, praktische Abhilfemaßnahmen) gewappnet zu sein, soll bei der Stadt ein „Storchenfonds“ eingerichtet werden. Dieser Fonds soll aus Mitteln der Regierung von Schwaben, des Landkreises und der Stadt Oettingen sowie Spenden gefüllt werden.

 

Wenn Ihnen die Störche am Herzen liegen, freuen wir uns über eine Spende auf das Konto der Stadt Oettingen i.Bay.

IBAN: DE85 7225 0160 0240 1004 53 bei der Sparkasse Oettingen. Stichwort: Oettinger Störche.

Gerne stellt Ihnen die Stadt Oettingen für ihre Unterstützung eine Spendenquittung aus.

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