Der Marktplatz hat ein neues Kleid

Nun ist sie vollständig, die neue Möblierung auf dem Marktplatz...

Stadtmöblierung

Blick auf den neu gestalteten Marktplatz

Nun ist sie vollständig, die neue Möblierung auf dem Marktplatz, heiß diskutiert und mit Meinungsäußerungen von super bis furchtbar kommentiert. Aber wer kann es schon jedem recht machen? Niemand, deshalb waren ja auch die Bürger an der Entscheidung beteiligt. Im Rahmen des Programms „Aktive Zentren“ / „Leben findet Innenstadt“ wurde dieses Projekt geplant, durchgeführt und bezuschusst.

 

Da der Marktplatz eine sehr marode und unzeitgemäße Möblierung hatte, die Grundsanierung des Platzes aus finanziellen Gründen aber auf unabsehbare Zeit verschoben werden musste und dieser Platz natürlich im besonderen Blickpunkt der Öffentlichkeit steht, haben wir uns für ein Sofortprogramm zur Verschönerung der „guten Stube“ der Stadt Oettingen entschieden. Diese Entscheidung war ein Prozess unter Beteiligung der Öffentlichkeit mit Unterstützung durch den Sanierungsbetreuer Herrn Wild von „die Städtebau“ und die externe Projektbegleitung Herrn Sperr von „Planwerk“.

 

Am 4. Februar 2012 wurde das Sofortprogramm auf einer Klausurtagung des Bauausschusses und der Stadtverwaltung vorgestellt, diskutiert und die Weiterverfolgung einstimmig beschlossen. Die Arbeitsgruppe „Sofortprogramm Marktplatz“ wurde am 15. März 2012 einberufen, hier wurde das Projekt den Immobilieneigentümern, Gewerbetreibenden am Platz und allen Interessierten vorgestellt. Von den Teilnehmern wurde grundsätzliches Einverständnis signalisiert, der präferierte Gestaltungsvorschlag wurde daraufhin weiter verfolgt. Am 16. April 2012 fasste die Lenkungsgruppe den einstimmigen Beschluss zur Realisierung der Maßnahme, die am 26. April 2012 vom Stadtrat beschlossen wurde.

 

Da die Gegebenheiten in Form zahlreicher funktioneller Einschränkungen berücksichtigt und die Multifunktionalität des Platzes unbedingt erhalten bleiben müssen, es sollen ja weiter Märkte, Stadtfeste und der Wochenmarkt hier stattfinden, sind die Möglichkeiten der Möblierung sehr begrenzt. So müssen Bänke und Kübel jährlich mehrmals abgebaut bzw. abtransportiert werden, gleichzeitig jedoch müssen Bänke und Papierkörbe zum Schutz vor Vandalismus an ihrem Standort fest verankert aufgestellt werden. Zufahrten zu den Anwesen bzw. Lieferzugänge müssen frei gehalten werden. Ein 3 Meter breiter freier Streifen direkt an den Häuserfronten auf der Platzseite soll den Passanten einen slalomfreien Weg garantieren. Ein Großteil der Fläche wird in der warmen Jahreszeit von der Gastronomie bestuhlt.

 

StadtmöblierungDer Grundgedanke bei der Neumöblierung war, unter Berücksichtigung der o.g. Aspekte kommerzfreie Inseln zu schaffen, die Besucher und Bürger willkommen heißen, sie einladen zum Verweilen, Erholen und Kommunizieren und durch eine entsprechende Begrünung ein Wohlgefühl, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

 

 

 

 

StadtmöblierungBlumenkübel sollen einheitlich für den Platz angeschafft werden, auch für gastronomisch genutzte Bereiche, sie sollen eine optische Auflockerung, aber keine Abgrenzung erzeugen. Außerdem soll das „Wildparken“ auf dem Platz unterbunden bzw. erschwert werden. Natürlich wurde auch der Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigt, so dass alle Elemente auch nach einer Platzsanierung weiter verwendbar sind.

 

Parallel dazu wird die Verbesserung des öffentlichen Auftritts der immer zahlreicher werdenden Gastronomiebetriebe auf dem Marktplatz hinsichtlich Außenbestuhlung, Beschirmung, Werbung und Wegfall von Abgrenzungen verfolgt.

 

Stadtmöblierung

Stadtmöblierung

Sitzgelegenheiten, Papierkörbe, Fahrradständer und Blumentröge und ein Ersatz für die maroden Blumentröge am Schlossplatz wurden angeschafft.

 

 

 

Stadtmöblierung

Die Bänke sind am Platz montierbar, aber auch ohne großen Aufwand wieder entfernbar. Mit Blick auf das historische Ambiente und die Sitzeigenschaften wurden Holzbänke gewählt, die in ihrer Form eine Mischung aus Klassik und Moderne aufweisen. Die Füße sollen unter Berücksichtigung der Auf- und Abbaufähigkeit und zur Vermeidung von Transportschäden aus schwarzem pulverbeschichteten Aluminium (kein Gusseisen, kein Beton) bestehen.

 

 

 

StadtmöblierungEs wurde ein Modell gewählt, das Varianten mit und ohne Rückenlehne anbietet. Parallel zu den Häuserfronten wird so ein gemütliches und seniorengerechtes Sitzen ermöglicht. Um die offene Sicht über den Platz nicht einzuschränken, wurden alle anderen Bänke ohne Rückenlehne gewählt.

 

 

 

 

 

Stadtmöblierung

Sie sollen in einer kommunikationsfördernden Art aufgestellt werden, eine Platz-im-Platz-Situation schaffen. Das Modell Citta ist in Oettingen bereits präsent, es war für die Bestuhlung der Sitzinsel am Kreisverkehr angeschafft worden.

 

 

 

 

 

 

 

 

StadtmöblierungDrei bewegliche (drehbare) Einzelstühle vor dem Brunnen sollen die Situation auflockern, einen modernen und spielerischen Pfiff geben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stadtmöblierung

Hier wurde Wert darauf gelegt, eine Serie von Kübeln verschiedener Größen der gleichen Art zu verwenden. Da sie häufig bewegt werden müssen, wurde von der Verwendung empfindlicher Materialien wie Terracotta oder Metall abgesehen. Die Kübel aus Fiberglas sind leicht, gut transportierbar, winterfest und sehr strapazierbar. Es wurde eine moderne eckige Form gewählt, die die Geometrie des Platzes aufgreift und Gruppenbildung zulässt. Die Begrünung erfolgt entsprechend der Kübelgröße mit Pflanzen der Saison und höheren Pflanzen (z.B. Zwergahorn) in den größeren Behältern.

 

 

 

StadtmöblierungStadtmöblierung

So hoffen wir, dass Sie sich an der neuen Gestaltung erfreuen und falls nicht, vielleicht das nächste Mal bei der Entscheidungsfindung mitmachen möchten? Informationen dazu finden Sie im Nordrieskurier.

 

Sabine Koloska
Projektmanagerin „Aktive Zentren“

 

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